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Putování po historických městech Čech, Moravy a Slezska

An der Stelle der später aufgebauten Stadt, die bis 1950 Kyšperk (Geiersberg) hieß, stand an einer Anhöhe namens Hradisko die Burg Geiersberg (Supí hora). Die erste urkundliche Erwähnung über die Burg stammt vom Jahre 1308 (Chronik von Zbraslav). Der angebliche Berggründer war der Herr von Žampach im 13. Jahrhundert. Der früheste bekannte Burgbesitzer war der Raubritter Jeniš von Kyšperk. Die Burg wird zuletzt erwähnt im Jahre 1419. Die Ortschaft als solche wird zuerst im Jahre 1513 urkundlich erwähnt, wahrscheinlich jedoch entstand sie als Vorburg zu einem früheren Zeitpunkt. Das Fehlen von urkundlichen Erwähnungen über Kyšperk vor 1513 ist darauf zurückzuführen, dass es bis zu diesem Zeitpunkt im Alleinbesitz des Hauses Žampach von Potštejn (Pottenstein) und weder verkauft noch verpfändet worden ist. Im Laufe des 15. Jahrhunderts verwüstete die Burg, das Baumaterial der Bergruine wurde später zum Ausbau der auf der gegenüber liegenden Anhöhe „Kopeček“ an der Stelle der früheren kleinen Wallfahrtskapelle stehenden Barock-Kapelle des hl. Johannes von Nepomuk verwendet.

Am Ende des 16. Jahrhunderts wurde in dem Städtchen eine Brauerei mit Mälzerei und Gärkeller betrieben, die das gesamte Žampacher Herrengut versorgte. Selbstverständlich gab es in der Stadt eine Bierschenke. Kyšperk hatte seinen eigenen Gerichtsschulzen und konnte Monatsmärkte sowie zwei Jahresmärkte veranstalten. Die Stadt konnte peinliche Gerichtsbarkeit ausüben. Es ist bis heute eine Vielzahl von Todesurteilen erhalten geblieben. Die Hinrichtungsstätte befand sich am Wege zu Písečná nach dem Hügel namens Mechnáč am Mergelbruch, die Scharfrichter bewohnten das heutige Haus Nr. 104 am Hügelabhang von Kopeček. Die letzte blutgerichtliche Hinrichtung im Geiersberger Herrengut wurde am 18. Februar 1766 an Josef Hanik aus Klášterec nad Orlicí wegen Diebstahl vollzogen. Die Schule ist in Kyšperk im Jahre das erste Mal im Jahre 1615 urkundlich erwähnt.Eine rasche Entwicklung erlebte die Stadt vor allem im 17. Jahrhundert unter den Gutsbesitzern Vitanovský´s aus Vlčkovice. Der Graf Hynek Jetřich Vitanovský hat die Stadt vom Frondienst gegen Geldleistung abgelöst und einen Spital für zehn arm und alt gewordene Untertanen gestiftet. Er hat weiterhin zehn Zünfte in der Stadt gegründet und das alte Renaissance-Kastell aus dem Jahre 1554 zu einem Frühbarock-Schloss (1680 - 1685) umbauen lassen. In der nächsten Schlossumgebung ließ er eine barocke Schlosskapelle erbauen, die im Jahre 1726 zur Pfarrkirche wurde. Üppige figurale Stuckdekoration des Schiffsgewölbes und des Presbyteriums entstammt der Werkstatt des italienischen Meisters G. Maderna, der auch unter der Stuckdekoration des Prager Černín´s Palais unterzeichnet ist. Der Wert der Stuckdekoration selbst war angeblich mit dem gesamten Wert des Kirchenbaus vergleichbar. Das Bildnis des Grafen von Karel Škréta ist eines der landesweit wertvollsten Werke der Barockmalerei und ist im Schloss in Rychnov nad Kněžnou (Reichenau an der Knieschna) zu sehen.In dem Pestjahr 1713 haben die Stadtbürger von Kyšperk (Geiersberg) die Stadttore insbesondere zu Markttagen streng bewacht. Die Stadt ist von der Pest verschont geblieben und die frommen Bürger haben zusammen mit der Obrigkeit (der Graf Harrach) eine Marienpestsäule als Danksagung erbauen lassen. Die Pestsäule – das Werk des Bildhauers Antonín Appeller aus Litomyšl – wurde im Jahre 1724 eingeweiht.Die pentagonale Barockkapelle des hl. Johann von Nepomuk mit Kreuzgängen wurde zu Regierungszeit des rechtgläubigen Katholiken Graf Jan Václav Breda aus Spandau erbaut. In der Kapelle steht ein barocker Pentagonalaltar mit der Legende des hl. Johann von Nepomuk. Hinter dem Schloss erstreckt sich ein natürlicher, in den Jahren 1820 – 1830 durch den Graf Marcolini – Feretti angelegter Landschaftspark, der mit einer Vielzahl von Pflanzen- und Holzarten besetzt ist. Petr Graf Marcolini-Feretti aus Sachsen hat in das Geiersberger Herrengut im Jahre 1795 eingeheiratet und ließ den Original-Schneeschlitten des Kaisers Napoleons hier bringen. Zu einem späteren Zeitpunkt wurde der Schlosspark romantisch umgebaut, es sind Empire-Brunnen, Pavillon und künstliche Höhle („Grotta“) dazu gekommen.Um Jahre 1824 verwüstete ein verheerender Brand fast alle Häuser am Marktplatz und in der heutigen Komenského (früher Lukavská) Straße. Betroffen wurden insgesamt 76 Häuser. Die neuen Häuser wurden aus Mergel gebaut.In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts hat hauseigene Produktion der Phosphorstreichhölzer in Kyšperk (Geiersberg) einen starken Aufschwung genommen. Das Streichholz-Handwerk ist in der Stadt drei Jahre früher urkundlich nachgewiesen als in südböhmischem Sušice (Schüttenhofen). Die Stadt erhielt das Attribut „Streichholzstadt“, mit Streichholzproduktion haben mehrere Hunderte der Stadtbewohner ihren Lebensunterhalt verdient. Diese Arbeit war stark gesundheitsschädlich und wurde von der Landesregierung verboten. Anfang des 20. Jahrhunderts wurden die einzelnen Werkstätten außer Betrieb genommen. Die Reinelt´s Streichholzfabrik in Kunčice hat ihren Betrieb den neu verabschiedeten Vorschriften angepasst und zu der sicherheitsrelevanten „schwedischen“ Streichholzproduktion gewechselt, jedoch konnte dem harten Wettbewerb in dieser Branche nicht mehr standhalten und wurde geschlossen.Nach dem preußisch-österreichischen Krieg, im Jahre 1866, hat niedergeschlagenes Österreich den Ausbau einer Eisenbahnstrecke von Miedzylesie (heute Polen, früher Mittelwalde) über Kyšperk bis nach Ústí nad Orlicí (Wildenschwert) im Sinne des Friedensvertrags freigegeben. Gleichzeitig wurde über Ausbau einer Eisenbahnstrecke von Chlumec nad Cidlinou (Chlumetz) über Hradec Králové (Königgrätz) bis nach Kyšperk (Geiersberg) beschlossen, die im Jahre 1874 in Betrieb genommen wurde. In Kyšperk (Geiersberg) wurde ein großer Bahnhof mit Maschinenschuppen ausgebaut und dadurch wurden viele Arbeitsgelegenheiten geschaffen. Im Jahre 1893 wurde mechanisierte Weberei „Louis-Weis“ in der Ortschaft Orlice errichtet, die nach Verstaatlichung zu Hedva bzw. Primona umbenannt wurde. Dank umsichtiger Produktionsprogrammumstellung von Baumwolle auf Seide konnte die Weberei von der globalen Wirtschaftskrise nicht so stark wie die Textilfabriken in anderen Städten betroffen werden. Im Jahre 1901 wurde die Fischl´s Weberei „Fischl-Engel“ direkt in Kyšperk, nach der Verstaatlichung zu Orban bzw. Perla umbenannt, in Betrieb genommen. Auch diese Fabrik wurde von der Wirtschaftskrise nicht so stark wie die umliegenden Textilfabriken betroffen, weil der Fischl-Junior während seinem Praktikum in den USA nützliche Kontakte und Seilschaften aufgebaut und der Firma Aufträge auch in diesen schwierigen Zeiten geholt hat.Der Erste Weltkrieg hat die wirtschaftliche und kulturelle Stadtentwicklung zwangsläufig unterbrochen. Nach dem Ersten Weltkrieg startete der bauliche Aufschwung. Es wurden neue Stadtstraßen und -viertel sukzessiv gebaut. Es wurde ein elektrisches Stadtbeleuchtungssystem eingeführt, die Stadtstraßen bepflastert, ein modernes, von der unterhalb des Felsens in der Ústecká-Straße gespeistes Wasserversorgungssystem errichtet; das Quellwasser wurde in den Wasserspeicher auf „Kopeček“ gepumpt. Der neuen Volksschule wurde im Jahre 1904 eine Bürgerschule mit einer geräumigen Turnhalle angebaut. Im Jahre 1932 wurde das Gebäude der Gewerbe-Weiterbildungsanstalt, die heutige Berufsmittelschule, neu gebaut. Dank der Opferbereitschaft der Stadtbürger und des Theatervereins „Kolár“ wurde das Theatergebäude "Dvorana" erbaut. Trotzdem, dass Kyšperk – im Gegensatz zu den anderen Städten – von der Weltwirtschaftskrise weniger betroffen worden war, haben sich viele mit Arbeitslosigkeit und Elend auseinandersetzen müssen. Nachdem die Weltkrise der 30er Jahre nachgelassen war, kamen die Okkupation und der zweite Weltkrieg.Nach dem zweiten Weltkrieg setzte der Wirtschaftsboom der Stadt Geiersberg (ab 1950 bereits Letohrad) neu ein. In diesem Jahr wurden die benachbarten Ortschaften Orlice, Kunčice und Rotnek (heute „Červená“) eingemeindet. Es war zu dieser Zeit unzulässig, dass die Städte ihre alten deutschsprachigen Namen getragen hätten, und musste umbenannt werden. Von Amts wegen erhielt die Stadt den Namen „Orličné“. Wegen Unwillen der Stadtbürger wurde nach einem neuen Stadtnamen gesucht. Es wurden mehrere Vorschläge wie z.B. „Stalinov“ oder „Okurky“ (nach den Anfangsbuchstaben von Orlice, Kunčice, Rotnek, Kyšperk). Die Bezeichnung „Letohrad“ setzte der damalige Chronist František Skála als Kompositum von "letovisko" (Ferienort) und "hradisko" (Burgstätte) durch.Die Ortschaft Orlice stand ursprünglich für den Namen eines altertümlichen, durch die Kleinadeligen von Orlice an der Stelle des heutigen Hofs gestifteten Kastells. Das Dorf selbst hieß Louka (lateinisch Pratum) und erst 1406 trägt den Namen Orlice. Zu der Regierungszeit Karls IV. stand hier ein Pfarrhaus, welches 1467 zum Standort der tschechischen Brüder wurde. Es wurde zu Gegenreformationszeit aufgehoben, nach Lukavice verlegt und katholisiert.Die Ortschaft Kunčice stand früher auch im Besitz der Kleinadeligen von Orlice. Die Ortschaft lag an einem frequentierten Handelsweg, dem sog. "Königsweg", welcher von Kladsko (Glatz) über Bystřici und Mezilesí (Mittelwalde) nach Mladkov und weiterhin durch das Flusstal von Tichá Orlice führte. Der Handelsweg mied sumpfige Gegend um Kyšperk und wurde von den Stadtbürgern von Kyšperk (Geiersberg) oft befahren, weil die Straße nach Ústí nad Orlicí (Wildenschwert) erst 1820 vom Graf Marcolini erbaut wurde. Nachdem eine Eisenbahnstrecke entstanden war, verlor der Handelsweg völlig an Bedeutung. In dem oberhalb der Ortschaft Kunčice entspringen wasserreiche Quellen „Vaňkovka“ und „Vápenky“. Der ruhmreiche weltberühmte Naturheiler Priessnitz hatte vor hier eine Wasserheilanstalt zu errichten, sein Vorhaben hat er jedoch später (1832) in Jeseník (Gräfenberg) verwirklicht.Die Ortschaft Červená (ehem. Rotnek) erhielt ihren Namen nach rot gefärbten Sandsteinen aus der Perm-Zeit. Oberhalb von Nový dvůr entstand nach dem zweiten Weltkrieg eine Fabrik, die sich zu dem regionalgrößten Betrieb OEZ („Orlické závody“, ehem. MEZ), Hersteller der Sicherheitstechnik, entwickelte. Die älteren Betriebe wurden nach und nach modernisiert und erweitert.Eine Erneuerung und Modernisierung erlebte auch das durch einen Brand im Jahre 1953 betroffene Sägewerk am Bahnhof. Im Jahre 1959 entstand Montostav, in dem untypische Baufertigteile und Brückenkonstruktionen produziert wurden. Weitere Arbeitsgelegenheiten boten die Betriebe „Dřevotex“, „Průmysl mléčné výživy“, „Jednota - velkoobchodní sklady“, „JZD (LPG) Letohrad“ und „Velkokapacitní teletník“ (Kapazitäts-Kälberstall) in Orlice an. Für das Kulturleben dient seit 1969 das Kulturhaus. Der OEZ-Betrieb verdiente sich auch um den Ausbau eines Fußball-Stadions. Im Jahre 1981 wurde eine neue Grundschule mit Turnhalle und einem großen Speisesaal geöffnet. Die Berufsschule wurde erweitert und im Jahre 1984 ein Internat dazugebaut. Die Berufsschule besitzt einen großen Speisesaal und eine Turnhalle. Auch die Grundschule in der Komenského-Straße wurde mit einem Anbauobjekt erweitert. Für Sportfreunde wurden ein Freibad, eine Turnhalle (in der früheren "Dvorana") errichtet und Turnhalle "Orlovna" in Orlice rekonstruiert. Es sind Freizeitzentren in Ortsteilen „Na Sádkách“, Orlice und Kunčice sowie der Biathlonpark bei „Šedivský lom“ aufgewachsen. Dringende Wohnungsfragen wurden nach dem zweiten Weltkrieg durch den Ausbau von Staats- und Genossenschaftswohnhäusern und Familienhäusern gelöst. Es sind neue Wohngebiete in den Ortsteilen Spořilov, Na Sádkách, Nový dvůr, Kolonie und Kunčice entstanden worden.Nach der "Samtrevolution" (1989), nachdem die früher beschlagnahmten Güter an die alten Besitzer wieder zurückgegeben wurden, ist der Stadtplatz an Schönheit gewonnen. Die barocken Bürgerhäuser wurden instand gesetzt und mit neuen Fassaden versehen. Es sind viele private Geschäfte, Werkstätten, Restaurants entstanden, es wurden die lokalen Fabriken mit teilweise ausländischer Kapitalbeteiligung privatisiert.Die Geschichte der Stadt schrieben bedeutende Persönlichkeiten – die Maler A. Mucha, H. und J. Umlauf, der Dekan A. Buchtel, der sog. „Nationalerwecker“ F. V. Hek, der Schriftsteller Petr Jilemnický. Sie ist auch Geburtsort des Anwalts und Diplomaten Josef Korbel, des Vaters der ehemaligen amerikanischen Außenministerin Madeleine Albright. 
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